„Wenn du den Baum siehst, in den du rein fährst, hast du
untersteuern. Wenn du ihn nur hörst, hast du übersteuern"
Für beide Varianten ist ein Käfig zwingend notwendig. Schließlich will man ja nicht den kleinsten Fahrfehler mit dem Leben bezahlen. Deswegen wird der Käfig nicht selbst gebaut, außer du weißt GANZ GENAU was du macht. DAS LEBEN ALLER FAHRZEUGINSASSEN HÄNGT VOM KÄFIG AB.
Anhang J und Materialgutachten
Der Käfig wurde nach den Richtlinien des DMSB (Deutscher MotorSport Bund) gefertig, genauer nach dem sogenannten „Anhang J“.Dazu gehört dass der Käfig mit der Karosserie verschraubt und verschweißt wird und bestimmte stellen am Käfig gebogen sein müssen. Den Anhang J finden Sie in unserem Downloadbereich.Der Käfig sollte unbedingt von jemandem mit einem Schweißerschein oder zumindest mit langjähriger Schweißerefahrung gefertigt werden.
Die Sitze und Gurte
Für die neuen Sitze musste eine neue Sitzaufnahme her. Die Sitzaufnahme wurde nach der gleichen Methode wie der Käfig an der Karosserie befestigt. Die Sitzaufnahme wird auf eine Metallplatte geschweißt, die wiederum mit der Karosserie verschweißt und verschraubt wird. Für Besetigung des Gurtes dient für die oberen Gurte der Käfig. Hierbei unbedingt die Anweisungen im Handbuch der Gurte beachten. Evtl. ist ein Abstandhalter am Käfig nötig, damit der Gurt nicht verrutscht und seitlich in den Halsdrückt.Die mittleren Gurte werden mit Ringösen an der Karoserie befestigt. Als Konter dient eine auf eine Metallplatte aufgeschweißte Mutter. Diese gibt es bereits fertig bei Ihrem Händler des Vertrauens zu kaufen.Die unteren Gurte werden an der Aufnahme der Sitze befestigt wie die oberen Gurte am Käfig. Diese Vorgehensweise ist im Moment noch gültig, falls sich das ändern sollte können die unteren Gurte auch mit Ringösen befestigt werden.
Der TÜV
Wie jeder weiß kann das ein sehr schwieriges Thema sein. Wenn Sie aber folgende Punkte beachten kann das einiges erleichtern:•Sämtliche Umbauten möglichst genau und umfangreich im VORFELD mit dem TÜV-Prüfer ihres Vertrauens besprechen.•Aus sämtliche oben erwähnten Punkte achten•Materialgutachten des Käfigs und Rechnung/Schweißerschein•Der Fahrersitz benötigt eine Laufschiene und muss in der Neigung verstellbar sein (sei es mit oder ohne Werkzeug)•Sitze und Gurte müssen eine gültige FIA Homologation aufweißen•Für diese Art von Umbauten ist eine Einzelabnahme zwingend notwendig•Da der normale TÜV-Prüfer wenig bis garkeine Ahnung von Motorsport hat ist es empfehlenswert einen TÜV-Prüfer der zugleich Fachverständiger der des DMSB ist heran zu ziehen. Der kostet zwar etwas mehr, spart aber jede Menge Zeit und Nerven. Eine Liste dieser TÜV-Prüfer finden sie im Downloadbereich.